Beratungskonzept

 

 

Beraten ist ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer. Sie beraten Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte bei der Wahl der Schullaufbahn, bei Lernschwierigkeiten, bei Förderung, bei Verhaltensauffälligkeiten und vielen anderen Dingen. Auch die Schulleitung berät Kinder, Erziehungsberechtigte und Mitglieder des Kollegiums. Im vorschulischen Bereich wird im Zuge einer engen Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindergärten ebenfalls beraten. Darüber hinaus hat die Paul-Gerhardt-Schule eine Beratungslehrerin, die über eine systemische Ausbildung verfügt. Das schuleigene Beratungskonzept wird im Folgenden detailliert beschrieben.

 

Vorschulische Beratung

 

Die Paul-Gerhardt-Schule pflegt einen engen Kontakt mit den umliegenden Kindertagesstätten und Familienzentren. Diese sind:

 

-         Familienzentrum „Sankt Peter“

-         Kindertagesstätte „Sankt Nicolaus“

-         Kindertagesstätte „Arndtstraße“

-         Kindertagesstätte „Körnerstraße“

-         Kindertagesstätte „Kreuzweg“

-         Kindertagesstätte „Sankt Peter“

-         Kindertagesstätte „Kurfürstenstraße“

-         Kindertagesstätte „Maria Himmelfahrt“

-         Kindertagesstätte „Sankt Heinrich“

-         Familienzentrum „Sankt Margaretha“

 

Mindestens einmal im Jahr finden sich Vertreter von Schule und Kindergärten zu einem runden Tisch zusammen. Dort werden gemeinsame Aktivitäten und deren Durchführung wie Delfin 4, Einladungen zu Festen und Klassenfeiern, Einschulungsparcours etc. geplant. Ein Erfahrungsaustausch wird vorgenommen und die Entwicklung von Kindern wird besprochen. Elterngespräche werden im Konfliktfall von Erzieherinnen und Lehrerinnen gemeinsam geführt.

 

Bei der Untersuchung von Delfin 4 waren bis zum Schuljahr 2014/2015 Vertreter der Kindergärten und der Schule gemeinsam an der Durchführung und Auswertung beteiligt. Das Gespräch mit den Erziehungsberechtigten bei eventuell festgestelltem Förderbedarf wurde im Einvernehmen mit Kindertagesstätte und Schule geführt. Die Durchführung einer Fördermaßnahme unterliegt der Kindertagesstätte.

 

Die Planung und Durchführung des Einschulungsparcours erfolgt ebenfalls mit Vertretern der Schule und der Kindertagesstätten. Eventuell festgestellter Förderbedarf wird den Erziehungsberechtigten und den Erzieherinnen mitgeteilt. Die Förderung vor der Einschulung erfolgt sowohl in den Kindertagesstätten als auch durch die Erziehungsberechtigten.

 

Vor der Einschulung werden die zukünftigen Schulkinder zu Klassenfeiern in der Schule eingeladen. Die Absprache erfolgt über die Leitung der Kindertagesstätten und der Schule. Die Bekanntgabe der Termine zum „Tag der offenen Tür“ und „Schulfesten“ wird den Kindertagesstätten bekanntgegeben und dort den Erziehungsberechtigten weitergegeben.

 

Beratung von Schülerinnen und Schülern

 

Die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt-Schule werden während ihrer Schullaufbahn von ihren Klassen- und Fachlehrerinnen beraten. Dies umfasst die Bereiche Leistungsbewertung, Förderung, Umgang mit sozialen Auffälligkeiten, Umgang mit Erziehungsberechtigten im Konfliktfall, Übergang zu den weiterführenden Schulen, Anordnung ärztlicher Untersuchungen als auch das Einschalten des Teams Kindeswohlgefährdung und des Jugendamtes.

 

Bei der Einschaltung des Teams Kindeswohlgefährdung des Jugendamtes der Stadt Krefeld ist immer die Schulleitung zu informieren. Die Beratungslehrerin kann angefordert und eingesetzt werden (vgl. Beratungsprotokolle).

 

 

Um eine entsprechende Beratung zu gewährleisten, bieten die Lehrkräfte Sprechtage (2mal jährlich) an. Im Bedarfsfall kann eine Beratung nach Absprache erfolgen. Die Schulleitung und/oder die Beratungslehrerin können am Gespräch teilnehmen.

 

Beratung von Erziehungsberechtigten

 

Auch Erziehungsberechtigte werden von den Klassen- und Fachlehrkräften, von der Schulleitung und von der Beratungslehrerin beraten. Diese Beratung umfasst neben den oben aufgeführten Bereichen, Leistungsbewertung, Förderung, Übergang zu den weiterführenden Schulen, auch die Erziehungsberatung.

 

Der Einsatz von Smileyheften als Mittel zur Erziehung bei Verhaltensauffälligkeiten hat sich an der Paul-Gerhardt-Schule bewährt und soll fortgeführt werden.

 

Die im oberen Text erwähnten Sprechstunden und Sprechtage gelten auch für die Erziehungsberechtigten. Im Bedarfsfall können auch Beratungslehrerin und/oder Schulleiterin hinzugezogen werden.

 

Besondere Bedeutung haben Beratungen zur Schullaufbahnberatung.

 

 

Beratung von Mitgliedern der Schule

 

Die Schulleitung oder die Beratungslehrerin beraten Lehrer und Lehrerinnen, Erzieherinnen und Erzieher des Offenen Ganztages und der Maulwurfsgruppe, Praktikanten und Lehramtsanwärter bei ihrer Arbeit, wenn diese es wünschen. In Gesprächen werden Fragen zum Unterricht, zur Erziehung, zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen etc. angesprochen. Für Mitglieder des Ganztages und der Maulwurfsgruppe werden Supervisionen angeboten, die die Beratungslehrerin durchführt.

 

 

 

Die Beratungslehrerin

 

Die Beratungslehrerin stellt sich vor:

 

Name:                             Angela Ortmann

Geb.-Dat.:                     12.12.1961

Qualifikation:                 Grundkurs in Systemischer Therapie und

                                        Beratung am Institut an der Ruhr, Bochum

Kontakt:                        Sprechen Sie mich persönlich an oder hin-  

                                       terlegen Sie Ihre Tel.- Nr. im Sekretariat

 

Aufgaben der Beratungslehrerin:

 

Beratung in der Grundschule ist ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer. Sie beraten Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte bei der Wahl der Schullaufbahn, bei Lernschwierigkeiten, bei Förderung, bei Verhaltensauffälligkeiten und vielen anderen Dingen.

 

Darüber hinaus hat die Paul-Gerhardt-Schule eine Beratungslehrerin gewählt. Diese Beratung können sowohl Kinder, Erziehungsberechtigte als auch Mitglieder des Kollegiums in Anspruch nehmen.

Eine Beratungslehrerin soll als Ansprechpartnerin und Vermittlerin zwischen Rat Suchenden und Rat Gebenden verstanden werden.

 

Die Aufgabenbereiche sind:

-         Beratung über präventive und fördernde Maßnahmen bei Lern- und Verhaltensproblemen

-         Förderung besonders begabter Kinder

-         Herstellung von Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen

-         Vermittlung und Beratung bei Konflikten innerhalb der Schule

-         Beratung bei Entwicklungs- und Erziehungsschwierigkeiten

-         "Erste Hilfe" bei akuten Lebensschwierigkeiten

 

 

Hier ein Beispiel für Eltern:

Ihre Familie hat in der letzten Zeit einige schwere Schicksalsschläge einstecken müssen. Sie fühlen sich ausgelaugt und erschöpft. Auch Ihre Kinder leiden unter der Situation und fordern Sie noch mehr als unter normalen Umständen. Sie fühlen sich überfordert und suchen Hilfe. In einer Beratungseinheit sprechen wir über Ihre Situation und stellen erste Lösungs- und Hilfspläne auf. Auf Ihren Wunsch kann der Kontakt zu einer anderen Einrichtung hergestellt werden, bei der Sie weiter beraten werden.

Ein Beispiel für Lehrerinnen:

Sie haben Probleme mit einem Kind an der Schule. Sie wissen nicht, wo die Wurzel der Probleme liegt.

In einer Beratungseinheit können Sie Ihre Eindrücke schildern, es werden Über-prüfungsmöglichkeiten und Hilfen bei Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten gegeben.

 

 

 

Ein Beispiel für Kinder:

Du fühlst dich an der Schule nicht wohl. Andere Kinder ärgern dich, vielleicht sogar Schlimmeres. Du willst nicht in die Hofpause gehen, weil du keine Freunde hast. Mit deiner Lehrerin magst du nicht reden, denn sie versteht dich nicht. Mit deinen Eltern hast du schon gesprochen, aber sie wissen nicht, wie sie dir helfen können.

In einer Beratungseinheit kannst du dein Problem zunächst in Ruhe erzählen. Dann können wir gemeinsam Lösungsmöglichkeiten suchen, die dir helfen, dich wieder wohl zu fühlen. Wenn du es möchtest, führen wir gemeinsam Gespräche mit anderen Kindern, Lehrern oder anderen Erwachsenen.

 

Was ist "Systemische Therapie und Beratung"?

Laut Lexikon "Die Zeit" ist Systemische Therapie ein Sammelbegriff für verschiedene Ansätze der Psychotherapie, die an Erkenntnisse der Kybernetik und Systemtheorie anknüpfend, Störungen des Individuums aus gestörten Beziehungsprozessen erklärt. Hier wird die Familie oder Gruppe als soziales System verstanden, dessen Mitglieder in ihren Interaktionen in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis stehen (z.B. bei P. Watzlawick). Durch therapeutische Intervention wird versucht, diese Beziehungsprozesse zu verändern. (vgl. DIE ZEIT , Das Lexikon, Bd. 14, S. 347)

 

 

Außerschulische Beratungsstellen

 

Die Paul-Gerhardt-Schule vermittelt beziehungsweise verweist aktuell mit oder an folgende Stellen:

 

-         Familienzentrum „Sankt Peter“

-         Familienzentrum „Sankt Margaretha“

-         Deutscher Kinderschutzbund, Ortsverband Krefeld

-         Evangelische Beratungsstelle, Krefeld-Bockum

-         Katholischer Beratungsdienst, Dionysiusplatz

-         Klinikum Krefeld, Sozialdienst

-         Psychologischer Dienst der Stadt Krefeld

-         Gesundheitsamt, Kinder- und Jugendärztlicher Dienst

-         Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und Beschäftigungsförderung der Stadt Krefeld

-         SPZ, Helios-Klinik

-       SPZ, Kaiserswerth

-         Kompetenzzentrum Tulpenstraße

 

 

Darüber hinaus halten Mitglieder der Schule Kontakt zu niedergelassenen Kinderärzten und Kinderpsychologen, zu Sporttherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten, um Entwicklungsstände zu besprechen und Entwicklungsförderung von Kindern abzustimmen.

 

 

 

 

 

 

Schullaufbahnberatung

 

Von Jahrgangsstufe 1 bis 3

 

In regelmäßigen Abständen und nach Bedarf werden die Erziehungsberechtigten über die Lernentwicklung informiert. Sollten absehbar die Ziele einer bestimmten Jahrgangsstufe trotz intensiver individueller Förderung nicht erreicht werden, muss über eine Rückversetzung oder einen Förderortwechsel beraten werden. Dies erfolgt in der Lehrerkonferenz. Die Erziehungsberechtigten werden informiert. Eine Vorversetzung bei Überqualifizierung eines Kindes im Jahrgang wird entsprechend gehandhabt.

 

 

 

Übergang in die Sekundarstufe 1

 

Bevor die Beratung über die weiterführende Schullaufbahn an der Paul-Gerhardt-Grundschule erfolgt, verteilen die Klassenlehrerinnen der Jahrgangsstufe 4 schriftliche Informationen des Landes NRW über die Bildungsgänge nach der Grundschule.

Im ersten Halbjahr des 4. Schuljahres informiert dann die Schulleitung über die Bildungsgänge und Schulen der Sekundarstufen I und II der Stadt Krefeld.

Im Anschluss daran erfolgen die individuellen Beratungen der Klassenlehrerinnen. Diesen Beratungen liegen nicht nur die erreichten Kompetenzen des 1. Halbjahres zugrunde, vielmehr wird die gesamte Entwicklung in der Grundschule berücksichtigt.

Die Empfehlung für die Schulform ist Teil des Halbjahreszeugnisses der Klasse 4. Darin werden die Schulform Hauptschule, Realschule oder Gymnasium benannt. Daneben ist immer auch die Gesamtschule aufzuführen. Ist ein Kind nach Auffassung der Grundschule für eine weitere Schulform mit Einschränkungen geeignet, wird auch diese in einem Zusatz benannt. Die Empfehlung ist zu begründen. Über die Empfehlung und deren Begründung entscheidet die Klassenkonferenz als Versetzungskonferenz.

 

 

 

 

Kontakt:

Paul-Gerhardt-Schule
Joseph-Görres-Straße 20
47829 Krefeld

 

Tel.: 0 2151 481977
Fax: 0 2151 42598

 

Hier unser Kontaktformular

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